In der Pausenhalle der Geschwister-Scholl-Oberschule hat die Stadt Vechta die Technik für ein interaktives Spielfeld installieren lassen. Das System „LÜ ÜNO“ soll Schülerinnen und Schüler ermuntern, zu lernen und sich dabei zu bewegen. Die Jugendlichen sind davon begeistert. Davon haben sich Bürgermeister Kristian Kater, Schulleiterin Anke Magerfleisch, Vechtas Erste Stadträtin Sandra Sollmann und der Schulausschussvorsitzende Felix Wehry bei einem Besuch vor Ort überzeugt.
Das System besteht aus vier Deckenmodulen: einer bewegungserkennenden Kamera, einem leistungsstarken Sound- und Beleuchtungssystem, einem hochauflösenden Laserprojektor und dem Herzstück, das alles steuert. Es projiziert die Spiele an eine Wand, die zum Spielfeld wird.
Die Schülerinnen und Schüler verstehen sofort, wie sie mit dem „LÜ ÜNO“ spielen können. Ihnen stehen verschiedene Apps für alle Altersgruppen zur Auswahl. Sie steuern die meisten Spiele mit einem Ball, in dem sie diesen zum Beispiel auf die richtige Lösung einer Matheaufgabe werfen. Der Ball funktioniert wie eine Maus am PC. Es gibt Spieleoptionen für Einzelspieler und Teams und für verschiedene Fächer wie Deutsch, Englisch oder Musik. Sport ist es in jedem Fall. Wer es nutzt, bewegt sich viel.
Lehrerinnen und Lehrer können das Spiel auch nutzen, um aktuelle Unterrichtsinhalte spielerisch abzufragen. Sie laden zum Beispiel Vokabeln aus der letzten Stunde hoch. Die Schülerinnen und Schüler müssen dann die richtige Übersetzung treffen, um einen Punkt zu erzielen.
„Das ist ein innovativer Ansatz und ein weiterer Schritt, den Schulbetrieb mit moderner Technologie zu bereichern“, sagte Kristian Kater. „Das System soll einen Beitrag dazu leisten, dem zunehmenden Bewegungsmangel entgegenzuwirken. Das interaktive Spielen und Lernen kommt gut an und motiviert die Kinder und Jugendlichen.“ Die Schule bindet das System „Lü“ in den Tagesablauf der Schülerinnen und Schüler ein – im Unterricht und unter Aufsicht auch zu Pausenzeiten.
