In Langförden können sich Kinder ab sofort dem laufenden Schulbus anschließen. Sie treffen sich morgens auf dem Laurentiusplatz gegenüber der Kirche und gehen gemeinsam zu Fuß zur Grundschule. Aktuell werden sie auf der circa 300 Meter langen Strecke von freiwilligen Erwachsenen begleitet. Die Grundschule Langförden hat sich mit Eltern und der Stadt Vechta darauf verständigt, den Walking Bus als sicheren Schulweg anzubieten.
Bürgermeister Kristian Kater begrüßt diesen Schritt und wirbt dafür mitzumachen. „Der Walking Bus hat mehrere Vorteile. Die Kinder haben einen sicheren Schulweg. Sie schütteln an der frischen Luft ihre letzte Müdigkeit ab, bevor der Unterricht beginnt“, erklärt er und betont: „Das Engagement der Eltern ist hier ganz besonders hervorzuheben. Durch ihren Einsatz wird der Verkehr im direkten Umfeld der Grundschule reduziert und die Verkehrssicherheit erhöht. Dafür ein großes Dankeschön an alle, die dieses Projekt unterstützen.“ Weitere Eltern, die den Walking Bus ebenfalls freiwillig begleiten möchten, sind herzlich willkommen. Sie können sich bei der Schule melden.
Zurück geht die Idee auf eine Schulwegbefragung der Stadt Vechta und der Universität. Kater hatte sich bereits im Zuge der Umfrage dafür ausgesprochen, Treffpunkte in der Nähe von Schulen zu schaffen, von denen aus die Kinder gemeinsam zu Fuß losgehen. Der Bürgermeister dankte in diesem Zusammenhang noch einmal der Uni, allen voran Geografie-Professor Dr. Karl Martin Born vom Institut Vistra als verantwortlichen Wissenschaftler. Die Uni habe in den vergangenen Jahren auch durch gezielte Befragungen an den Schulen zur verbesserten Schulwegsicherheit in Vechta beigetragen, erklärte Kater.
In seinen Dank schloss er Verkehrssicherheitsberater Thomas Stransky (Polizei Vechta) mit ein, der das Projekt immer unterstützt habe. Die verantwortlichen Institutionen – Polizei, Landkreis, Stadt, Schulen – hätten die Schulwegsicherheit in ganz Vechta gemeinsam im Blick, erklärte Kater. Überall dort, wo Handlungsbedarf bestehe, setzten die Beteiligten auch künftig Verbesserungen im Umfeld der Schulen um.
In Langförden haben sich einige Eltern bereits zusammengetan und begleiten ihre Kinder in kleineren Gruppen zur Schule. Bisher laufen vornehmlich Mädchen und Jungen mit, die in der Nähe wohnen. Künftig sollen alle Eltern die Möglichkeit bekommen, ihre Kinder zum Laurentiusplatz zu bringen, damit sie sich dem Walking Bus anschließen. Sie meiden so das rege Verkehrsaufkommen vor der Schule. Ein Vorteil kann das Angebot für Eltern sein, die Kinder im Grundschul- und Kita-Alter haben. Sie müssen nur noch den Laurentiusplatz anfahren, wenn ihre Kinder dort den Kindergarten bzw. die Krippe der Kirchengemeinde besuchen.
Die Stadt Vechta hat Schilder entlang des Schulwegs aufgestellt, die auch andere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf den Walking Bus hinweisen. Die Kinder laufen auf dem Gehweg die Lange Straße entlang bis zur Fußgängerampel an der Einmündung zur Schulstraße. Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zum Pausenhof. Die Schule wird die Strecke mit allen Kindern im Unterricht vorher ablaufen, damit alle sie kennen.
