Die Polizei hat am 5. und 6. November Sonderkontrollen im Umfeld von Grundschulen und Kindergärten durchgeführt. Vor Schulbeginn und nach Unterrichtsende überwachten die Kolleginnen und Kollegen des Kommissariats Vechta schwerpunktmäßig die Schulwege im Stadtgebiet. Unterstützt wurden sie vom Ordnungsamt der Stadt Vechta. Bürgermeister Kristian Kater begrüßte die Aktion. „Die Kontrollen tragen zur Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen bei“, erklärt er. „Wir als Stadt unternehmen in Kooperation mit der Polizei und den Schulen einiges, um die Schulwege sicher zu machen. Dafür müssen letztendlich aber alle gemeinsam sorgen. Jede Verkehrsteilnehmerin, jeder Verkehrsteilnehmer kann einen Beitrag dazu leisten.“
Bei den Kontrollen lag laut Polizei der Fokus unter anderem auf der Einhaltung geltender Geh- und Radwegregelungen sowie des Rechtsfahrgebots für Fahrräder und E-Scooter. Die Beamtinnen und Beamten beobachteten im gesamten Stadtgebiet etliche Schülerinnen und Schüler, die mit ihrem Fahrrad oder dem E-Scooter auf der falschen Straßenseite unterwegs waren.
Autos fahren verbotenerweise in die Fahrradstraße
Ein anhaltendes Problem, so das Fazit der Polizei, sind die so genannten „Eltern-Taxis“, was sich insbesondere im Philosophenweg zeigte. Diesen hatte die Stadt Vechta im Jahr 2023 zur Fahrradstraße umgewandelt. Die Beamtinnen und Beamten beobachteten jetzt wiederholt, dass Kinder auf Fahrrädern, Lehrkräfte und Schulbusse durch die Fahrzeuge der Eltern massiv behindert wurden. Insgesamt wurden 28 Verstöße durch unerlaubte Benutzung der Fahrradstraße mit einem Auto geahndet. In vier Fällen waren Kinder nicht vorschriftsmäßig im Auto gesichert.
Zudem wurden während der Schulzeit an drei Stellen in unmittelbarer Nähe zu einer Schule Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Im Lattweg wurden bei erlaubten 30 km/h in knapp zwei Stunden 35 Verstöße registriert. Dabei lag die Höchstgeschwindigkeit in einem Fall bei vorwerfbaren 67 km/h, was einen Monat Fahrverbot und eine empfindliche Geldstrafe nach sich zieht. In der Landwehrstraße überschritten im Kontrollzeitraum zwei PKW-Fahrer die Geschwindigkeit, im Tannenweg fünf. In beiden Straßen lagen die Höchstgeschwindigkeiten bei 54 km/h und 57 km/h.
Die Polizei erhielt ein dankbares Feedback durch Eltern und Lehrkräfte, verbunden mit dem Wunsch, regelmäßig die betroffenen Bereiche zu kontrollieren. Unabhängig davon werden Polizei und Ordnungsamt die Schulwegsicherheit auch in Zukunft im Blick haben.
Walking-Bus in Oythe und Langförden
Die Stadt Vechta setzt immer wieder Maßnahmen um, die Schulwege sicherer machen. Gute Erfahrungen haben alle Beteiligten etwa mit dem „Walking Bus“-System an der Marienschule in Oythe und der Grundschule Langförden gemacht. Kinder, die mit dem Auto gebracht werden, werden nicht mehr direkt bis zur Schule gebracht. Sie steigen an beschilderten Eltern-Haltestellen auf Parkplätzen in der Nähe aus und legen die letzten 200 bis 300 Meter zu Fuß zurück. So wird der Verkehr im direkten Umfeld der Grundschule reduziert und die Verkehrssicherheit wird erhöht.