Lisa Bihl als Paula Spencer in "Die Frau, die gegen Türen rannte". Foto: Frank Trompetter
Kinder und Jugendliche

Projektwoche zum Thema „Nein zu Gewalt“ im Gulfhaus

Vom 10. bis 14. Februar gibt es verschiedene Angebote. Kursplätze können unter www.freizeit-vechta.de gebucht werden.

„Nein zu Gewalt“: Das Team des Gulfhauses und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Vechta, Andrea Schlärmann, richten sich mit einer Projektwoche (10. bis 14. Februar) an Kinder und Jugendliche. Die unterschiedlichen Altersgruppen setzen sich in Nachmittags- und Abendangeboten mit verschiedenen Formen von Gewalt auseinander. Sie sollen lernen, wie sie sich schützen, selbstbehaupten und widerstandsfähig machen können.

Mit den jeweiligen Zielgruppen wird thematisiert, wie sie sich von vermeintlichen Schönheitsidealen und anderen negativen gesellschaftlichen Einflüssen befreien können. Auch häusliche Gewalt ist ein Thema. Die Mädchen und Jungen erfahren, wo Kinder, Jugendliche und Erwachsene Hilfe bekommen können. In Vechta können sich junge Menschen mit ihren Anliegen indes immer an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gulfhaus wenden. Es wird dann gemeinsam nach einer Lösung gesucht.  

Kursplätze für „Nein zu Gewalt – Eine Projektwoche zu Gewalt und Resilienz“ können unter www.freizeit-vechta.de gebucht werden.

Infos zu den einzelnen Programmpunkten

Montag, 10. Februar, 15.00 Uhr.

Tanzprojekt „Own Your Body“: für 14- bis 18-jährige Mädchen mit Migrationsgeschichte; Referentin: Adile Yeyrek; Plätze begrenzt.

„Own Your Body“ – unter diesem Titel findet ein Tanz-Workshop für Mädchen mit Migrationsgeschichte und BIPoC-Personen statt. BIPoC steht für schwarze, indigene und andere Menschen mit nicht-weißer Hautfarbe, unabhängig von ihrer kulturellen oder nationalen Herkunft. Die Initiatorin Adile Yeyrek möchte einen sicheren Raum für junge Frauen bieten, um sich frei zu entfalten und zu empowern. 

Mittwoch, 12. Februar, 18.00 Uhr.

„Embrace – Du bist schön“: Filmtalk – Filmangebot zum Thema Bodyshaming; Referentin : Melanie Hättrich ( Theaterpädagogin). 

Medien, Werbung und Gesellschaft geben ein Körperbild vor, nach dem wir uns selbst und andere immer wieder be- und verurteilen. Die australische Fotografin und dreifache Mutter Taryn Brumfitt wollte das nicht mehr hinnehmen. Sie postete ein ungewöhnliches Vorher-Nachher-Foto ihres fast nackten Körpers auf Facebook und löste damit einen Begeisterungssturm aus, mit dem niemand gerechnet hat. Durch ihren Post, der über 100 Millionen Mal in den sozialen Netzwerken angesehen wurde, rückte sie das Thema „Body Image“ in den Fokus der Weltöffentlichkeit und befreite sich selbst von dem destruktiven Streben nach dem „perfekten“ Körper. Mit ihrem Dokumentarfilm möchte Brumfitt allen, die unter den vermeintlichen Schönheitsidealen leiden, einen Gegenentwurf vorstellen.

Melanie Hättrich wird gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern den Film anschauen und anschließend bei einer leckeren Pizza Erfahrungen austauschen.

Donnerstag, 13. Februar, 15.00 Uhr. 

Stark – gefühlt: Resilienz-Kurs für Jungen im Grundschulalter; Referentin: Nina von Döllen, Erzieherin und Selbstbehauptungs- und Resilienz-Trainerin. Platz begrenzt.

In ihrem Kurs lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise, wie sie mit Mobbing umgehen können und werden dabei in ihrer Resilienz gestärkt.

Donnerstag, 13. Februar, 18.00 Uhr.

Theaterstück „Die Frau, die gegen Türen rannte“: Ab 15, 16 Jahren; Gleichstellungsbeauftragte, Jugendkulturverein. 

Die Frau, die gegen Türen rannte – The woman who walked into doors.
Deutsch von Renate Orth-Guttmann / Dramatisiert von Oliver Reese. 
Schauspiel: Lisa Bihl; Sounddesign: Julius Richter; Inszenierung: Thomas Ulrich.

Karten an der Abendkasse für 3 Euro.
Infos unter https://thomasulrich-freiesschauspiel.de/

Der Theatermonolog erzählt von der 39-jährigen Paula, ihrer großen Liebe, ihrem Mann Karl, der sie jahrelang verprügelt, ihren vier Kindern und ihrer Flucht in den Alkohol. Es ist die Geschichte einer Frau, die allen Widerwärtigkeiten und Demütigungen zum Trotz ihr Leben in die Hand nimmt.

Freitag, 14. Februar, 15.00 Uhr. 

Stark – gefühlt: Resilienz-Kurs für Jungen im Grundschulalter; Referentin: Nina von Döllen, Erzieherin und Selbstbehauptungs- und Resilienz-Trainerin. Platz begrenzt.

In ihrem Kurs lernen die Kinder auf spielerische Art und Weise, wie sie mit Mobbing umgehen können und werden dabei in ihrer Resilienz gestärkt.